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Blesq Diamonds
8. März 2019

Diamantenbestimmung und Pricing: Die berühmten «4C’s»

Mit unserem Blesq Diamonds-Blog möchten wir unsere Leidenschaft und unsere Expertise für Diamanten mit Ihnen teilen – und Sie mit spannenden Geschichten und aufregenden Neuigkeiten in die phantastische Welt dieser ganz besonderen Edelsteine eintauchen lassen.

Die «4C’s» im Detail

Das GIA (Geomological Institute of America) – gegründet vom Diamantenhändler Robert M. Shipley – entwickelte in den 1940ern die «4C’s der Diamantenbestimmung». Damit sind Carat, Color, Clarity und Cut gemeint – also Karat, Farbe, Reinheit und Schliff. Da dieses neue System so einfach wie genial war, etablierte es sich schnell als die globale und bis heute wirksame Methode zu Wert- und Qualitätsbestimmung. Die «4C’s» garantieren mehr Sicherheit für Käufer und Verkäufer – sowie mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf dem Diamantmarkt.
Sie stehen grundsätzlich in einem wechselwirkenden Verhältnis: Ein Diamant mit viel Karat kann beispielsweise durch einen minderwertig ausgeführten Schliff an Wert verlieren.

Carat – Gewicht eines Diamanten (dt. Karat)

Die Masseinheit Karat zeigt das Gewicht von Edelsteinen: ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Ein Diamant mit einem Karat hat folglich einen höheren Wert als ein Halb-Karäter (mit 0,1 Gramm). Händler und Juweliere drücken Karat auch über eine 100 Punkte-Skala aus – ein Diamant mit 0,25 Karat erhält 25 Punkte.

Color – Farbe eines Diamanten

Die meisten Schmuck-Diamanten haben Nuancen von weiss/farblos bis gelb. Eine GIA-Skala kategorisiert sie von «D» für farblos und besonders wertvoll bis «Z» für gelb und weniger wertvoll.
Färbungen basieren auf unterschiedlichsten Stoffen, die im Entstehungsprozess eingewirkt haben. Farben wie Blau, Grün, Rosa sind sehr selten und können den Wert erheblich steigern. Die jeweilige Färbung wird von «Faint», für schwach und weniger wertig, bis «Fancy», für besonders intensiv und wertvoll, eingestuft. Berühmte Beispiel sind der «Dresdner Grüne Diamant» oder der «Blaue Wittelsbacher».

Clarity – Reinheit eines Diamanten

Die Reinheit eines Diamanten bestimmt, wie viel Licht er reflektieren kann. Ähnlich wie Färbungen sind tiefe Einschlüsse auf Ereignisse in der Kohlenstoffphase bei der Geburt zurück zu führen – kleinste, stoffliche Teilchen: sogenannte «Spots». Schleier oder Trübungen, die meist weniger intensiv sind, nennt man «Clouds». Daneben gibt es noch «Federn»: molekulare Brüche der Diamantstruktur. Sie sind die am häufigsten vorkommenden Makel. Starke Einschlüsse mindern meist das Feuer und somit den Wert eines Diamanten.
Die Clarity wird unter 10-facher Vergrösserung bestimmt, aber daneben zählt bei der Preisbestimmung auch, ob der Diamant trotz Einschlüssen augenrein wirkt.

Cut – Schliff eines Diamanten

Der Schliff ist nicht nur das wichtigste Qualitätsmerkmal, um das Feuer eines Diamanten zu entfachen, er ist neben der Gewinnung des Edelsteins auch der einzige Punkt, bei dem der Mensch aktiv Einfluss nimmt. Das Diamantenschleifen ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe zwischen Kunst und Wissenschaft.
Die Kanten und Facetten müssen zur absoluten Perfektion geschliffen werden. Bereits vorher muss im Rohdiamanten erkant werden, welcher Schliff so viel Material und vor allem Charakter wie möglich hervorbringt – für grandioseBrillanz. Für das berühmte Feuer: es bestimmt massgeblich den finanziellen und auch emotionalen Wert eines Diamanten.

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